Reise Information:
• Flugangst
• Jet Leg
• Sonnenschutz
• Fliegen und schwanger
Flugangst
Das Flugzeug vibriert. Beschleunigt. Hebt ab. Ihnen dreht sich bei diesem Szenario der Magen um? Flugangst ist aber kein Grund, nicht auf Reisen zu gehen. Reisetipps zeigt Ihnen ein paar hilfreiche Kniffe, wie Sie eine Flugreise auch bei Flugangst angenehmer gestalten können.
• Denken Sie positiv: Die größte Angst, die Sie vielleicht haben, ist, dass Sie beim Fliegen nichts kontrollieren können. Sie sind dem Piloten, der Maschine, dem Wetter, etc. ausgeliefert. Machen Sie sich keine Sorgen – auch der Pilot und seine Crew wollen gesund und munter ans Ziel kommen. Zweitens sterben jährlich viel mehr Menschen im Autoverkehr als bei Flugzeugunglücken. Das nur als Vergleich.
• Informieren Sie sich: Sie haben Angst, weil Sie nicht wissen, was vor sich geht, wenn Sie fliegen? Da hilft nur umfangreiche Information. Literatur zu Start und Landung einer Maschine, zur Wartung, zur Ausbildung der Piloten, etc. gibt es mittlerweile genügend. Verständlich geschrieben und auch für den Laien richtig aufbereitet.
• Stellen Sie sich der Angst: Lernen Sie, mit Ihrer Angst umzugehen. Konzentrieren Sie sich nicht auf Ihre Angstzustände – Herzrasen, schweißnasse Hände, Übelkeit, usw. -, um sich darin zu verlieren, sondern kämpfen Sie gezielt dagegen an. Etwa indem Sie sich in einen Langstreckenflug mit Zwischenlandungen setzen. So furchtbar die Angst zu Beginn sein wird, mit der Zeit bessert sich die Situation und Sie werden beim nächsten Flug schon einen Spur entspannter sein.
• Entspannen Sie sich: Wenn Sie entspannt sind, empfinden Sie keine Angst. Versuchen Sie daher mit speziellen Übungen vor dem Flug ruhig zu werden. Es gibt Atem- und Lockerungsübungen- etwa autogenes Training -, die Sie im Sitzen machen können, ohne dass Ihr Nachbar etwas merkt.
• Bereiten Sie sich vor: Bei leichter Flugangst hilft es schon, wenn Sie sich in Ruhe auf Ihre Reise vorbereiten und besser nicht erst in letzter Sekunde packen. Dann ist die Chance, dass Sie nervös und überreizt sind, umso kleiner. Versuchen Sie in der Nacht vor der Abreise genügend zu schlafen und fahren Sie rechtzeitig zum Flughafen. Essen Sie auch eine Kleinigkeit, das beruhigt den Magen und die Nerven. Von aufputschenden Getränken (Kaffee, Cola, Alkohol) sollten Sie jedoch absehen.
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Jet Leg
Erschöpfung, verminderte Reaktionsfähigkeit, eingeschränkte Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit und Hunger um vier Uhr Früh. All das zählt mitunter zu den Symptomen eines Jet Lags. Wie Sie Ihrer inneren Uhr nach einem Langstreckenflug wieder auf die Sprünge helfen können, zeigt Ihnen Reisetipps.
• Versuchen Sie, in der ersten Nacht nach Ihrer Ankunft ausreichend zu schlafen. Gehen Sie zu der für Sie üblichen Zeit (Ortszeit) ins Bett – so passen Sie sich der Ortszeit am Zielort am besten an. Sollten Sie schon vor Ihrer Abreise Zeit haben, Ihren Schlafrhythmus an die Zeit Ihres Zielortes anzupassen, gehen Sie eventuell schon zwei bis drei Tage vor der Reise früher bzw. später zu Bett, um die Umstellung zu erleichtern.
• Stellen Sie schon während des Fluges Ihre Uhr auf die Ortszeit Ihres Zielortes ein und richten Sie während der Anreise Ihre Gewohnheiten nach dieser Zeit. Essen Sie beispielsweise, wenn es am Reiseziel Essenszeit ist.
• Diverse Nahrungsmittel können Ihnen helfen ein wenig länger wach zu bleiben, oder schneller einzuschlafen. Je nachdem, was Sie gerade wollen, essen Sie leicht verdauliche kohlehydratreiche Speisen (fördern den Schlaf) oder eiweißreiche Nahrung (halten Sie wach).
Jet Lag-Symptome treten bei jedem unterschiedlich stark auf und hängen von folgenden Faktoren ab:
• Alter – je älter Sie sind, desto stärker werden Sie den Jet Lag empfinden
• Soziale Faktoren – private Probleme, Krisen, Sorgen beeinflussen Ihr Jet Lag-Empfinden
• Flugrichtung – Bei Flügen nach Osten wird der Jet Lag meist stärker empfunden, als in bei Flügen nach Westen
• Flugzeit – Tagesflüge werden, gleich in welche Richtung, besser vertragen, als Nachtflüge
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Sonnenschutz
Urlaub bedeutet oft auch Sonnenbaden. Um schokoladebraun statt krebsrot nach Hause zu fahren, sollten Sie folgende Sonnentipps beachten.
• Cremen Sie sich auf jeden Fall mit Sonnenschutz ein. Die Formel für den richtigen Lichtschutzfaktor lautet: Lichtschutzfaktor mal maximale Sonnenzeit ohne Schutz = erlaubte Sonnenzeit.
• Die maximale Sonnenzeit ohne Schutz ist natürlich für jeden Menschen unterschiedlich – sie wird nach der Zeit berechnet, die man in der Sonne bleiben kann, ohne rot zu werden. Je nach Hauttyp liegt diese Zeit zwischen 5 und 20 Minuten. Das würde für die oben genannte Formel bedeuten: 10 Minuten maximale Sonnenzeit mit dem Lichtschutzfaktor 15 ergibt zweieinhalb Stunden Sonnenzeit. Dies ist aber nur ein Durchschnittswert. Hautärzte raten deshalb, nur zwei Drittel der errechneten Zeit in der Sonne zu baden.
• Achten Sie vor allem bei Kleinkindern auf den richtigen Sonnenschutz. Sollten Sie in Australien bzw. Neuseeland unterwegs sein, ist ein hoher Lichtschutzfaktor für alle Reisenden empfehlenswert.
• Bleiben Sie mittags im Schatten. Das heißt – ab unter den Baum zwischen 11 und 15 Uhr. Eincremen sollten Sie sich trotzdem, da Schatten oder Wolken die gefährliche UV-Strahlung nicht abhalten.
• Zweimal eincremen ist besser als einmal. Nach dem Planschen im Wasser oder einfach so, sollten Sie sich nochmals eincremen. Die Sonnenbadezeit wird dadurch nicht verlängert, der Schutz dadurch aber verbessert.
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Fliegen und schwanger
Darf ich während der Schwangerschaft fliegen?
Im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft können Sie ohne Bedenken fliegen. Wenn es jedoch zuvor Komplikationen, wie Blutungen, Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck, gab oder Sie früher schon einmal eine Frühgeburt hatten, sollten Sie vor einem Flug mit Ihrem/r Hausarzt/-ärztin sprechen. Auch wenn die Reise ins Ausland geht, macht es Sinn, sich in jeden Fall ärztlich über mögliche Probleme beraten zu lassen.
Bei den meisten Frauen ist das zweite Drittel der Schwangerschaft die beste Zeit für Reisen. Sie haben die Phase der Morgenübelkeit hinter sich, Ihr Energielevel ist hoch und das Risiko einer Fehlgeburt niedrig – also gönnen Sie sich ruhig den Luxus, sich mit Ihrem Partner auf einer Reise zu entspannen, auszuschlafen und abends fein essen zu gehen. Es ist zudem für längere Zeit Ihre letzte Möglichkeit, mit leichtem Gepäck zu verreisen – ohne Kindersitz, Kinderwagen, Windeln und Spielsachen im Schlepptau. Auch das sollten Sie genießen.
Manche Fluglinien weigern sich aufgrund des erhöhten Frühwehen-Risikos, Schwangere an Bord zu nehmen, die die 28. Woche überschritten haben. Beim Ticketkauf wird Sie niemand fragen, ob Sie schwanger sind oder in welcher Woche Sie sich befinden, wohl aber am Flugschalter. Tatsächlich ist eine Fluglinie befugt, Ihnen den Zutritt zum Flugzeug zu verweigern, wenn die Vermutung besteht, dass Ihre Geburt kurz bevorsteht. Zur Vermeidung von Verzögerungen und vor allem zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie sich eine schriftliche Erlaubnis von Ihrem/r Arzt/Ärztin besorgen. Darin muss stehen, dass Sie untersucht wurden und dass ein Einsetzen der Wehen innerhalb der nächsten 72 Stunden unwahrscheinlich ist.
Die Reisebestimmungen sind von Fluglinie zu Fluglinie verschieden, Sie sollten sich also bei der Buchung über Beschränkungen informieren. Vergessen Sie dabei nicht, mit einzuberechnen, wie weit fortgeschritten Ihre Schwangerschaft auf dem Rückflug sein wird. Kleine Maschinen ohne Druckkabinen sollten schwangere Frauen nicht besteigen.
Die Reisebestimmungen der Fluglinie sind natürlich nicht die einzigen Faktoren, die Sie bedenken sollten. Das Sitzen in einem Flugzeugsitz ist für jeden auf Dauer unbequem – und für Schwangere erst recht. Seien Sie auch realistisch im Hinblick auf einen möglichen medizinischen Notfall. Wollen Sie wirklich das Risiko eingehen, auf einer Safari durch die afrikanische Savanne Frühwehen zu bekommen? Vermeiden Sie, wenn es irgendwie möglich ist, das Reisen in Gegenden, wo Sie bei einem Notfall nicht sofort medizinische Hilfe bekommen.
Das Fliegen während der Schwangerschaft kann das Risiko, eine Thrombose oder Krampfadern zu bekommen, leicht erhöhen. Tragen Sie daher während des Fluges Kompressionsstrümpfe, um die Blutzirkulation in Gang zu halten und geschwollene Venen zu entlasten. Strumpfhosen sind nicht geeignet, da sie das Risiko einer Pilzinfektion erhöhen können. Im Fachhandel gibt es auch Stützstrümpfe, die speziell für Flugreisen entwickelt wurden. Für einen sicheren Schutz ziehen Sie die Strümpfe am besten noch vor dem Aufstehen im Bett an, und tragen Sie sie den ganzen Tag lang.
Vielleicht haben Sie auch davon gehört, dass die erhöhte Belastung durch natürliche Strahlung im Flugzeug zu Fehlgeburten und/oder Fehlbildungen des Fötus’ führen kann. Doch seien Sie unbesorgt: Dieses Risiko betrifft nur Frauen, die ständig im Flugzeug unterwegs sind, etwa Stewardessen und Geschäftreisende. Ein, zwei Flüge im Jahr sind hingegen völlig unbedenklich.
Fliegen:
Flugreisen sind auch während der Schwangerschaft grundsätzlich möglich und erlaubt. Nur sehr häufiges Fliegen vor allem in der Frühschwangerschaft ist zu meiden, weil aufgrund der Flughöhe der Körper einer gesteigerten radioaktiven Belastung ausgesetzt wird, wodurch es zu Fehlentwicklungen des Kindes kommen kann. Bei Langstreckenflügen ist darauf zu achten, dass die Schwangere über ausreichende Beinfreiheit verfügt, um die Beine strecken sowie die Füße heben und senken zu können. Da langes Sitzen zu einer Erhöhung der Thrombosegefahr – welche bei Schwangeren grundsätzlich schon höher liegt – beiträgt, sollte auf Bewegung zwischendurch geachtet werden. Darüber hinaus ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Ab der 26. SSW wird von manchen Fluglinien im Vorfeld ein ärztliches Attest verlangt. Kommt es während der Schwangerschaft zu Komplikationen, so sollte eine Flugreise auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen werden.
Impfungen:
Liegt das Reiseziel in einem Land, für das vorbeugende Impfungen empfohlen werden, ist abzuwägen, ob diese Reise für eine Schwangere vertretbar bzw. wirklich notwendig ist. Reiseprophylaxen mit Lebend-Impfstoff (Cholera, Masern, Mumps, Röteln) sind nicht zu empfehlen. Auch bei anderen notwendigen Impfungen muss die Nutzen-Risiko-Relation berücksichtigt werden. Gegen Diphtherie, FSME, Meningitis, Pneumokokken, Tuberkulose, Tollwut und Typhus sollte nicht geimpft werden. Eine Malariaprophylaxe kann mittels Chloroquin und Paludrine erfolgen, andere Medikamente sind allerdings kontraindiziert, sollten also nicht verabreicht werden. Malaria während der Schwangerschaft stellt für Mutter und Kind eine Gefährdung dar. Auf konsequenten Schutz vor Stechmücken (Kleidung, Moskitonetze etc.) ist auf jeden Fall zu achten, wenn ein Malariagebiet bereist wird.
